Philippa Perry und ihr Buch, das komplett am Thema vorbeifliegt | Lars berichtet, warum
Manchmal gibt’s Bücher, da denkste: *„Jut, der Titel ballert… könnte ja richtig was können.“* Und dann liest Du das Ding durch, zwei Stunden, zack, fertig. Und dann sitzt Du da wie so’n Otto und fragst Dich: „War das jetzt… die Einleitung? Oder kommt da noch wat?“
Survival-Guide für die heutige Welt?
Genauso ging’s mir mit dem Buch **„Wie man in verrückten Zeiten nicht den Verstand verliert“** von Philippa Perry. Ich dachte, ich krieg jetzt hier ’n Survival-Guide für die heutige Welt geliefert. Weißte, so richtig mit Substanz: Wirtschaft crasht, Leute rasten aus, überall Stress, alle reden durcheinander, keiner hört zu – und Du suchst irgendwas, was Dir den Puls wieder runterholt. Und was kriegste? Kommunikationstipps.
Kommunikationstipps
So richtige… *„Wie rede ich netter mit Menschen, damit alles fluffiger läuft?“*-Nummern. Nichts gegen Kommunikation, ja? Is schon jut, wenn man nicht rumbrüllt wie’n Berserker, aber Digga… der Titel sagt: **„Wie man in verrückten Zeiten nicht den Verstand verliert.“** Weißte, wie weit das von Kommunikation entfernt ist? Das is so, als würdest Du Dir ’ne Pizza Hawaii bestellen und kriegst ’ne Scheibe Knäckebrot. Kannste essen, schmeckt jetzt nicht beschissen, aber is halt nicht das, was Du wolltest.
Geschichten vom Kaffeeklatsch
Beim Lesen kamen ständig Storys – die eine, die nächste, noch eine – überall Geschichten. Manchmal dachte ich: „Och ja, ganz nett… könnte auch in ’nem Kaffee-Klatsch-Podcast laufen.“ Aber dieses große Versprechen… dieses „Ich mach Dich stabil in dieser komplett zerballerten Welt“… Da war nichts. Gar nichts.
Erwartung aus dem Buchtitel
Und ich sag Dir ehrlich: Wenn ein Buch so ’nen Titel trägt, dann will ich wissen: Wie bleib ick stabil, wenn die Welt brennt? Wie bleib ick cool, wenn jeder zweite Mensch mich nervt? Wie krieg ick meine Birne sortiert, wenn’s draußen kracht – wirtschaftlich, politisch, gesellschaftlich? Da brauch ich kein „Atme mal tief ein und rede freundlicher“. Da brauch ich Konzepte. Werkzeuge. Hardcore-Insights. Nüscht davon kam.
Inhalt am Titel vorbei
Und das is das, was mich abgefuckt hat. Nicht, weil das Buch schlecht wär – is es nicht. Da stand keine Scheiße drin. Kannste locker weglesen, is fluffig geschrieben. Aber bei DEM Titel… Da erwartest Du ’n Feuerlöscher, und kriegst ’nen nassen Waschlappen. Ganz ehrlich: Wenn Du wissen willst, wie Du in verrückten Zeiten nicht den Verstand verlierst – dieses Buch bringt Dich keinen Millimeter weiter. Da bist du mit ’nem Spaziergang im Wald besser beraten. Oder ’nem Tee. Oder einfach mal das Handy ausschalten. Oder mit ’nem Kumpel quatschen. Alles bringt mehr als diese Pseudo-Selbsthilfe-Kommunikationsnummer.
Keine Empfehlung dieses Mal
Ich will keinem seine Lesezeit klauen, deswegen sag ich’s so direkt wie ich atme: **Keine Empfehlung.** Gar keine. Wenn Du Bock auf Kommunikationstipps hast – okay, gönn Dir. Wenn Du Stabilität suchst für Zeiten, die wirklich komplett am Rad drehen – such weiter. Und ich sag’s so, wie’s aus’m Bauch kommt: Das ist das Problem an vielen modernen Büchern. Fetter Titel, dünner Inhalt. Wenig Fleisch, viel Verpackung. Und am Ende sitzt Du da, machst das Licht aus und denkst: „Digga… ernsthaft?“ Ich hab das Ding fertig gelesen, schlag’s zu und denk: „Joa, damit is keinem geholfen.“ Und ’ne halbe Stunde später denkste nicht mal mehr an das Buch. Das sagt eigentlich alles. Wenn Du also dachtest, Du bekommst ’n Werkzeugkasten, um die moderne Welt auszuhalten – dieses Buch is nicht Dein Werkzeug. Das is maximal der Imbusschlüssel aus dem IKEA-Paket, den Du nie brauchst. So. Das musste raus. Ich hatte ja gehofft, der Titel hält, was er verspricht. Tat er nicht. Und wer mich kennt, weiß: Sowat geht mir richtig auf’n Zeiger.
Wie geht’s bei mir weiter
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